Mohamed Bellafkir steht hinter Kindern der F-Jugend des SV 07 Raunheim in schwarzen Trikots auf einem Kunstrasenplatz

An der Seitenlinie: Mohamed Bellafkir trainiert unsere F-Jugend

An der Seitenlinie Mohamed Bellafkir

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An der Seitenlinie

Mohamed Bellafkir

Mohamed Bellafkir: „Dieses Feuer in den Augen der Kinder“

Vor knapp zwei Jahren suchte der Trainer seines Sohnes Unterstützung, und Mohamed Bellafkir sagte zu. Ein Jahr half er als Co-Trainer aus, seit knapp einem Jahr steht er selbst an der Seitenlinie unserer F-Jugend. In der ersten Ausgabe der SV07 News 2026/27 erzählt er, wie er Kinder trainiert und was ihm der Verein bedeutet.

Mohamed Bellafkir: vom aushelfenden Vater zum Trainer

Zum Jugendtrainer wurde er eher durch Zufall. Sein Sohn war sechs und spielte beim SV 07, als dessen Trainer fragte, ob er als Co-Trainer mithelfen könne. Aus der Frage ist eine feste Aufgabe im Verein geworden.

Im Verein gespielt hat Bellafkir selbst nie. Gekickt hat er trotzdem immer, vor allem mit Freunden, und seine Position stand über viele Jahre fest: zentraler Verteidiger. Im Studium spielte er regelmäßig mit einer Studentenmannschaft in der Halle und fuhr mit ihr zu Turnieren.

Heute schaut er den Jüngsten beim Lernen zu. In der F-Jugend geht vieles schnell: die ersten Tricks, die ersten Tore, aus vorsichtigen Versuchen werden sichere Aktionen. Am meisten berührt ihn der Stolz der Kinder, wenn sie ein Spiel gewinnen oder bei einem Turnier gut abschneiden. „Es ist unbezahlbar, dieses Feuer in den Augen der Kinder zu sehen“, sagt er.

Überzeugen statt befehlen

Befehle gibt es in seinem Training keine. Bellafkir will die Kinder überzeugen und ihnen erklären, warum etwas wichtig ist. Dazu gehört, ihnen Mut zu machen: Nicht jeder Trick gelingt beim ersten Versuch, nicht jedes Spiel wird gewonnen. Wichtig ist, es wieder zu versuchen und aus Fehlern zu lernen.

Genauso viel Wert legt er auf das, was zwischen den Kindern passiert. Sie sollen füreinander einstehen, auf dem Platz und daneben. Sie sollen den Kopf oben haben, die Mitspieler sehen und im richtigen Moment abspielen. Am Ende gewinnt oder verliert eine Mannschaft gemeinsam.

Spaß kommt vor Leistungsdruck

Leistungsdruck hat im Kinderfußball für ihn wenig verloren, egal ob er vom Trainer kommt oder von den Eltern. Konzentrierte Phasen gehören ins Training, aber auch die gehen spielerisch. Denn ein Kind, das keinen Spaß am Fußball hat, kommt irgendwann nicht mehr zum Training. Der Trainer muss deshalb dafür sorgen, dass sich die Kinder schon auf die nächste Einheit freuen.

Gewinnen gehört trotzdem dazu. Ein gewonnenes Spiel oder ein Pokal kann das Selbstbewusstsein der Kinder enorm stärken. Es kommt auf die Balance zwischen Ehrgeiz und Freude an.

Vorbilder gibt es auch im eigenen Verein

Bei den Profis mag er Marc Cucurella, vor allem wegen seiner Persönlichkeit und seines Einsatzes für seinen autistischen Sohn. Unter den Trainern nennt er Luis de la Fuente, der Spanien in diesem Sommer zum WM-Titel geführt hat. Sein Lieblingsverein ist Eintracht Frankfurt.

Die wichtigsten Vorbilder trainieren aber ein paar Meter weiter. Bellafkir schätzt den Austausch mit den anderen Jugendtrainern im Verein, von deren Erfahrung und Ideen er viel lernt. Dass mit Youssef Mokhtari ein ehemaliger Nationalspieler und mit Oualid Mokhtari ein Ex-Profi ihr Wissen weitergeben, hält er für einen Gewinn für die Jugend.

Der SV 07 als Stück Heimat

Der Verein ist für ihn ein Stück Heimat. Viele Menschen, die er kennt, haben selbst einmal beim SV 07 gespielt, manche sind heute 70 oder 80 Jahre alt. Diese Verbindung über Generationen macht den Verein für ihn aus.

Das 120-jährige Jubiläum 2027 sieht er als Gelegenheit, zurückzublicken und nach vorne zu schauen. Sein Wunsch für die Zukunft: Der SV 07 soll seine Jugendarbeit weiter ausbauen und die Talente gewinnen, die eine wachsende Stadt wie Raunheim zu bieten hat. Ein eigenes Vereinsheim wäre für ihn ein großer Schritt. Es könne weit mehr sein als nur ein Gebäude, sagt er: Menschen zusammenbringen, neue Ehrenamtliche für die Jugendarbeit gewinnen und den Kindern und Jugendlichen einen noch stärkeren Mittelpunkt bieten.

Und was sagt er einem Kind, das überlegt, beim SV 07 anzufangen? Dass das eine sehr gute Entscheidung ist.

Steckbrief Mohamed Bellafkir

Funktion: Trainer der F-Jugend
Lieblingsrückennummern: 6 und 8
Lieblingsprofi: Marc Cucurella
Lieblingsverein: Eintracht Frankfurt

Das ganze Porträt im Vereinsheft

Die lange Fassung steht in den SV07 News 26/27, Ausgabe 1, ab Seite 23. Online blättern könnt ihr im Vereinsheft-Archiv.

Du möchtest wie Mohamed in der Jugend mithelfen? Wir suchen Trainerinnen und Trainer für unsere Jugendmannschaften. Alle Teams und ihre Trainer findest du beim Jugendfußball.

Steckbrief von Mohamed Bellafkir, Trainer der F-Jugend des SV 07 Raunheim, daneben die Titelseite der SV07 News 26/27
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