Von den Mainwiesen zum Sportpark – Teil 1
VonKenan
Von den Mainwiesen
zum Sportpark - Teil 1
Gründung und
kein Platz für Unfung
Teil 1: Gründung und kein Platz für Unfug
Im modernen Sport ist vieles selbstverständlich – Plätze, Kabinen, Vereinsstrukturen. Am Anfang der Geschichte des Fußballs und des SV 07 Raunheim stand jedoch etwas ganz anderes:
Menschen, die Fußball spielen wollten – obwohl es dafür eigentlich keinen Ort gab. Vereinsleben ohne Platz, ohne Heim – aber mit Zusammenhalt.
1907 – Fußball etabliert sich langsam
In Deutschland sind im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts viele Fußballvereine entstanden. Auch im Rhein-Main-Gebiet war dies der Fall. Im Jahr 1907 kam es in Raunheim zur Gründung des Fußballklubs „Viktoria“ – in einem Dorf mit gerade einmal 2.000 Einwohnern.
Wer waren die Männer, die den Anfang machten? Als Gründer werden die Namen der folgenden ersten Mitglieder genannt: Philipp Renneisen, Wilhelm Reuter, Ludwig Hummel, Ludwig Ackermann, Heinrich Nachtigall, Jakob Keilbach, Julius Press, Philipp Heldmann II., Georg Roos, Karl Mauer, Ludwig Keilbach und Ludwig Wachtel, Ph. Cesanne und Ph. Wesp. Namen alteingesessener Raunheimer Familien – manche davon bis heute im Ort verwurzelt.
Es waren junge Männer aus dem Ort – Handwerker, Arbeiter, Söhne von Bauern –, die von diesem neuartigen englischen Sport gehört hatten und ihn selbst ausprobieren wollten.
Fußball war damals noch kein selbstverständlicher Teil des Alltags. Es gab keine Sportanlagen, keine Umkleiden, keine festen Spielfelder. Die Ausrüstung musste erst beschafft werden: Spielerkleidung und vor allem ein geeigneter Ball. Was die Gründer besaßen, war die Begeisterung für etwas Neues.
Die Mainwiesen – und der Feldschütz
Die ersten Spielversuche der Viktoria fanden auf den Mainwiesen statt. Die Tore bestanden aus zwei Pfosten, dazwischen eine Schnur. Linien, Netze oder Kabinen gab es nicht. Dass das nicht überall auf Zustimmung stieß, zeigt eine frühe Episode aus der Vereinsgeschichte:
Der Feldschütz – eine Art Flur- und Feldwächter der Gemeinde – sah im Fußballspielen auf den Wiesen keinen Sport, sondern Störung. Noch war Fußballspielen fast unbekannt und unbeliebt. Man nannte diesen Sport einfach „Unfug“. Anzeigen waren keine Seltenheit. Fußball musste sich in Raunheim erst seinen Platz erkämpfen – ganz buchstäblich.
Der Feldschütz hatte seinen Standpunkt klar gemacht. Doch die Viktoria gab nicht auf. Wohin es sie verschlug – irgendwo „Hinterm Damm“ Richtung Kelsterbach – erfahrt ihr im nächsten Teil.
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